Manche Menschen steigen in einen Fahrstuhl.
Sie fühlen sich sofort unwohl.
Und sie bleiben trotzdem.
Andere betreten einen Raum voller Menschen.
Sie fühlen sich eingeengt.
Und sie bleiben trotzdem.
Wieder andere stehen auf einer Aussichtsplattform.
Sie spüren, wie sich alles in ihnen zusammenzieht.
Und sie bleiben trotzdem.
Sie halten durch.
Immer wieder.
Monate.
Jahre.
Und trotzdem fühlt es sich jedes Mal genauso an.
Müsste sich das nicht längst verändert haben?
Glauben wir, dass Gefühle einfach so sind?
Dass sie kommen, wenn sie wollen.
Bleiben, wenn sie wollen.
Dass sie genauso intensiv sind, wie sie wollen.
Sich dabei heute genauso anfühlen wie gestern.
Und gestern genauso wie letzte Woche.
Doch bedeutet das wirklich, dass sie unveränderlich sind?
Oder haben wir Gefühle nur deshalb für unveränderlich gehalten, weil sie sich immer wieder gleich angefühlt haben?